Spielberichte Junioren
Halbfinal- und Finalspiele - Samstag 18.08.07
Finale
Deutschland - Schweiz 4:1 (7:11, 11:9, 11:2, 11:5, 11:8)
Zu Beginn des ersten Satzes liefern sich beide Teams ein ausgeglichenes Match, in dem bereits erkennbar ist dass beide Teams ein hohes Risiko im Angriff gehen. Es geht Schlag auf Schlag wobei Sebastian Probst auf der Seite von Deutschland letztlich zu viele Eigenfehler macht und sich die Schweizer diese Chance nicht entgehen lassen, der Satz geht deutlich an die Schweiz.
Auch der zweite Satz ist bis zuletzt ausgeglichen, die Führung wechselt mehrmals und bis zum 9:9 ist alles offen. Während Lukas Schubert das Service von Deutschland verwertet jagt Philip Jung den Ball ins Out und entscheidet so den Satz zu Gunsten von Deutschland.
Der dritte Satz ist eine klare Angelegenheit für Deutschland, bei der Schweiz sind nicht zuletzt wegen des anstrengenden Halbfinalspieles gegen Österreich schon Ermüdungserscheinungen erkennbar und so kommt Deutschland zu einem 11:2 Erfolg.
Auch der vierte Satz verläuft ähnlich, Favorit Deutschland ist das dominierende Team am Platz und spielt sich schnell eine 7:2 Führung heraus. Die Schweiz hat nicht mehr die Kraft heranzukommen.
Nach einer 10-minütigen Pause geht die Schweiz wieder gestärkt in den nächsten Satz und liefert dem Favoriten nochmals einen spannenden Schlagabtausch. Trotz eines 0:4 Rückstands geben die Eidgenossen nicht auf und kommen wieder auf 4:5 bzw. 7:8 heran. Der Schweizer Schläger Roman Lässer erhöht nochmals das Risiko, ein knapper Outball und ein Leinenservice stehen einem Ass gegenüber und so hat Deutschland 2 Matchbälle. Lukas Schubert verwertet gleich den ersten davon zum 11:8 und somit zum Europameistertitel!
Italien
Spiel um Platz 3
Österreich - Italien 3:2
Italien beginnt sehr stark und zieht gleich zu Beginn auf 5:1 davon. Ein Time Out bei Österreich kann keine Wende bringen, Italien baut den Vorsprung - unterstützt durch zwei weitere Outbälle von Dominik Hofer und Martin Arthold auf 7:2 aus. Ein Übertritt sowie ein platzierter Rückschlag von Nr. 1 bringen Italien beim Stande von 10:2 insgesamt 8 Satzbälle. Österreich kann durch Dominik Hofer noch einen abwehren, doch Italien verwertet das darauffolgende Service umgehend zum 10:3 Satzsieg.
Im zweiten Satz nimmt Trainer Joachim Huthmann den zuvor schon etwas müde wirkenden Angreifer Arthold aus dem Spiel und zieht Gabriel Streitwieser neben Dominik Hofer nach vorne, in der Abwehr übernimmt Bella Gschwantner die Position von Streitwieser. Österreich spielt wieder lockerer als zuvor, die Eigenfehler sind weg und so wird Italien mächtig unter Druck gesetzt. Nicht nur die beiden Schläger punkten, auch Klaus Thaller und Bela Gschwandtner punkten im Rückschlag und bald liegt Österreich mit 6:1 in Front. Italien nimmt ein Time Out, das ändert allerdings nichts am Spielverlauf. Österreich macht Punkt um Punkt, ein Outball von Hofer bringt den Gästen noch einen Punkt zum 11:2 Satzgewinn durch Österreich.
Zu Beginn des dritten Satzes ist wieder Thomas Vormetz zweimal erfolgreich und bringt Italien 2:0 in Front, zwei Servicefehler von Hofer und ein zu weites Zuspiel lässt Österreich weiter in Rückstand geraten, Italien setzt zudem zwei schöne Angriffe. In der Abwehr wechseln Bela Gschwandtner und David Schneider die Positionen, Schneider übernimmt in der Mitte Abwehr und Zuspiel. In dieser Phase gelingen lediglich Gabriel Streitwieser zwei Servicepunkte sowie ein kurz gespielter Rückschlagpunkt und so liegt Italien mit 7:3 voran. Während Hofer durch einen herrlichen Rückschlag auf 4:7 verkürzt geht ein unerreichbarer Rückschlag um Millimeter ins Out - 8:5 der Zwischenstand für Italien. Hofer verkürzt auf 6:8 doch Armin Runer stellt gleich wieder den alten Abstand her. Österreich kann die sich bietenden Chancen nicht nutzen und so kommt schließlich Italien durch Thomas Vormetz zum ungefährdeten 11:7 Satzsieg.
Gabriel Streitwieser eröffnet den vierten Satz durch ein Serviceass auf die Grundlinie, Hofer setzt einen Punkt drauf. Doch Italien kann wieder ausgleichen und liefert Österreich ein ausgeglichenes Match. Eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung bei 5:4 für Österreich bringt kurz Wirbel, den wiederholten Ball kann aber Österreich holen und im Rückschlag verwerten. Beide Teams liefern sich weiterhin ein an Spannung kaum zu übertreffendes Match bis zum 8:8 ehe Dominik Hofer durch zwei herrliche Rückschläge den Satzball zum 10:8 herausholt. Ein zu weites Zuspiel von Italien bringt schließlich die Entscheidung in diesem Satz.
Im entscheidenden 5. Satz ist vorerst Armin Runer für Italien erfolgreich, Österreich kann aber sofort ausgleichen und durch Dominik Hofer mit 2:1 in Führung gehen. Runer stellt aber mit dem Service sofort wieder den Einstand her. Beide Teams erhöhen nochmals den Druck, in der Folge schießen Hofer und Runer je einen Angriff ins Out womit mit 3:3 wieder der Gleichstand hergestellt ist. Einem Leinenball von Hofer folgt ein Servicepunkt durch Streitwieser, es steht wieder Unentschieden. Das folgende Service verwertet Armin Runer zur 5:4 Führung, ein ins Out gestellter Ball durch Tobias Prudenziati bringt wieder den Ausgleich ehe Italien den letzten Punkt vor Seitenwechsel macht. Bela Gschwandtner und Klaus Thaller holen herrliche Bälle heraus doch im Angriff sind den Spielern die Strapazen bereits anzumerken. Ein Black Out durch Hofer bei einem leichten Ball folgt ein grobes Missverständnis zwischen den beiden Italienischen Angriffsspielern, Österreich bleibt um einen Ball dran. Ein Übertritt von "Gabo" Streitwieser bei 7:8 bringt Österreich weiter in Rückstand doch Dominik Hofer führt die Heimmannschaft mit einem wuchtigen Rückschlag über die Seite wieder auf 8:9 heran. Ein Outball von Thomas Vormetz bringt wieder den Gleichstand, Streitwieser bringt durch einen Leinenball seine Mannschaft wieder in Rückstand doch Italien setzt den nächsten Rückschlag ebenfalls knapp ins Seitenout - wieder Gleichstand! Ein schlechtes Zuspiel bei Italien bringt Österreich den ersten Matchball doch Gabriel Streitwieser schlägt diesen in die Leine. Auch der nächste Rückschlag von Österreich landet im Out und so hat Italien die Chance zum Matchgewinn doch Dominik Hofer gleicht mit einem Rückschlag über die Mitte aus. Pech für Italien beim nächsten Service, denn Schiedsrichter Schmidmeister gibt den Ball knapp Out und so ist wieder Österreich im Vorteil. Dominik Hofer lässt sich ein perfektes Zuspiel von Schneider nicht entgehen und versenkt den Ball unhaltbar zum 14:12 Satz- und Matchgewinn.
Österreich - Schweiz 2:3 (5:11, 9:11, 11:6, 13:11, 10:12)
Der 1. Satz ust geprägt von Nervosität vor allem auf beim Gastgeber Österreich. Die Schweiz kommt immer wieder mit kurzen Bällen zum Erfolg und führt 6:3. Die kompaktere und sicherere Spielweise der Schweizer und zu viele Eigenfehler bei den Österreichern bringen die Schweiz 1:0 in Front.
Der 2. Satz gestaltet sich offen. Österreich ist jetzt hellwach. Ein interessantes, spannendes Spiel entwickelt sich. Bis 4:4 beide Teams gleichauf. Später Service-Ass von Martin Arthold zum 7:5. Es folgen ein kurzer Ball der Schweizer, der zum Erfolg führt und ein Österreich-Service in Aus, wieder Einstand. Arthold legt mit einem Service-Ass nach und Österreich geht wieder in Führung. Bei 9:9 gelingt dem Schweizer Hauptangreifer ein sehenswerter Winner auf rechts vorne, und dann auch noch ein erfolgreicher kurzer Ball der Schweiz, welche sich somit mit 11:9 die 2:0 Satzführung holt.
3. Satz: Österreich steht mit dem Rücken zur Wand, muß den Satz gewinnen. Und das Team Austria zeigt viel Herz und Können, Ball für Ball erkämpfen sich die Junioren. Und trotz heftiger Gegenwehr der blendend eingestellten Schweizer steht es nach einiger Zeit 8:4 für Österreich. Angefeuert vom großen Jubel der zahlreichen Österreichischen Fans liefern die beiden Teams ein mitreißendes Spiel. Die Schweiz punktet mit 2 sehenswerten Angriffen, nur mehr 6:8 für das FTA. Dann wieder Österreich mit 2 Punkten in Folge, 10:6 Österreich, der Satzgewinn zum Greifen nahe. Der Schweizer Service-Angreifer zeigt Nerven und macht ein Fehlservice. Großer Jubel bei den Zuschauern, Österreich holt den Satz mit 11:6 und verkürzt auf 1:2 in Sätzen.
Der 4. Satz: Wieder das ausgeglichene Spiel auf sehr gutem, hohem Niveau wie im vorigen Satz. Tolle Aktionen auf beiden Seiten, vor allem die Schweizer Hintermannschaft steht wie ein Fels und können Österreichs starke Angriffe von Martin Arthold und Dominik Hofer immer wieder abwehren. Bis 4:4 kann sich kein Team absetzen, dann leichte Vorteile durch das engagiert fightende Team Austria, und es steht 7:5 für Österreich. Power-Angriff von Arthold über den die Mitte, jetzt sogar 8:5 Österreich. Die Schweiz kontert mit einem Ass 6:8. Dann wieder 10:8 für Österreich, Satzball für das FTA. Aber die Schweizer geben den Satz noch nicht auf, kämpfen sich auf 10:10 und später zum 11:11 Ausgleich heran. Dann aber läßt Österreich nichts mehr anbrennen, und schafft mit 12:10 den Satzausgleich.
Der 5. Satz muß über den Finaleinzug entscheiden. Die Schweiz startet nervös, Service in die Leine, 1:0 Österreich. Die Gastgeber nutzen die Nervosität der Eidgenossen und gehen 4:1 in Führung. Dann aber kommt die Schweiz zurück, und findet wieder ins Spiel. Bei 6:4 für Österreich werden die Seiten gewechselt und Die Heimmannschaft kann den 2-Punkt-Vorsprung halten. Ein Service-Winner vom glänzend disponierten Dominik Hofer, 9:6 Österreich. Doch dann scheint man die zwei fehlenden Punkte nicht mehr machen zu können. Der Schweiz gelingen tolle Bälle und auf einmal steht es 10:10. Beflügelt von der Aufholjagd ist es auch die Schweiz, die die beiden folgenden Punkte macht.
Riesenjubel bei den Schweizer Junioren, große Enttäuschung auf der Seite des Faustball Team Austria. In einem hochwertigen, spannenden Match sichert sich die Schweiz den verdienten Finaleinzug. Österreich spielt gegen Italien um Platz 3.
Vorrunde - Freitag 17.08.07
Österreich - Italien 3:1 (11:8, 6:11, 11:8, 11:8)
Auf schwierigem Terrain (tiefer Boden, Regen) entwickelt sich ein Service-dominiertes Spiel. Angeführt von einem dominierendem Martin Arthold, der mit seinen wuchtigen Angriffen der italienischen Abwehr wenig Chancen läßt, kann das Faustball Team Austria seine Stärken gut ausspielen. Die Abwehrreihe wankt nur im 2. Satz kurz - mit dem zusätzlichen Nachteil der schlechteren Spielhälfte, auf der an manchen Stellen kaum ein Ball springt - und prompt gleicht Italien zum 1:1 Satzgleichstand aus.
Dann aber wieder das gewohnt druckvolle Spiel der Österreicher und die Sätze 3 und 4 gehen relativ ungefährdet an die Gastgeber.
Italien präsentiert sich jedenfalls als nahezu gleichwertiger Gegner, der den Österreichern nie Gelegenheit bietet, sich klarer abzusetzen.
Ein erfolgreiches Heimdebüt liefert auch der Salzburger Gabriel Streitwieser als Zuspieler auf genau jener Sportanlage, wo er vor vielen Jahren das Faustballspielen lernte.
Deutschland - Schweiz 3:0 (6:11, 9:11, 9:11)
Eine klare Angelegenheit dür Deutschland im ersten Satz. Service-Angreifer Sebastian Probst läßt der Schweizer Abwehr kaum eine Chance und landet mit dem deutschen Team einen ungefährdeten Satzerfolg. Im 2. Satz kann die Schweiz durch die Einwechslung von Philipp Jung den Satz lange offen halten, Deutschland hält aber die knappe Führung bis zum Ende und holt auch den diesen Satz.
Im 3. Satz wechselt Deutschland auf mehreren Positionen. Die Eidgenossen führen bis zum Stand von 7:5, ehe Deutschland mit 3 Punkten in Folge in Führung geht, und auch den 3. Satz mit einem knappen 11:9 nach Hause bringt.
Österreich - Schweiz 3:1 (9:11, 15:14, 11:6, 11:5)
Österreich und die Schweiz liefern sich von Beginn an einen spannenden Schlagabtausch, in dem wiederum den Serviceschlägern Martin Arthold und Cyril Jäger die dominierende Rolle zukommt, in der Abwehr erntet Bela Gschwandtner mehrmals Szenenapplaus durch spektakuläre Abwehraktionen. Österreich kann bis zum 7:6 jeweils einen Punkt Vorsprung herausholen, dann wendet sich das Blatt zugunsten der Schweizer, die in der Schlussphase noch zulegen können und so Österreich knapp mit 11:9 bezwingen.
Der zweite Satz verläuft noch spannender und ausgeglichener als der erste Satz, Österreich macht großen Druck doch die Schweiz stemmt sich dagegen. Angefeuert vom Publikum kann Österreich immer wieder einen Punkt Vorsprung herausholen, doch zu mehr reicht es bis zum regulären Satzende nicht. In der Verlängerung bietet sich vorerst das selbe Bild - Österrreich geht in Führung und die Schweiz gleicht umgehend aus - ehe die Schweiz erstmals in diesem Satz mit 14:13 die Führung übernimmt und so den Satzball hat. Doch Österreich wehrt nicht nur diesen ersten Satzball mit einem Serviceass von Martin Arthold ab, Klaus Thaller zeigt beim anschließenden Service der Schweizer starke Nerven und holt dieses heraus und schafft somit die Basis zum knappen Satzsieg.
Beflügelt vom Ausgleich nach Sätzen wächst Österreich im dritten Satz über sich hinaus, Bela Gschwandtner, Gabriel Streitwieser und Klaus Thaler holen hinten Ball für Ball heraus und vorne verwandeln Dominik Hofer und Martin Arthold die Vorlagen zum 5:0 Zwischenstand. Die Schweiz kann zwar zwischenzeitlich noch etwas verkürzen, doch Österreich zeigt sich davon unbeeindruckt und gewinnt deutlich mit 11:6.
Auch im vierten Satz geht Österreich mit 3:0 in Führung, der Schweiz gelingt zwar nochmals der Ausgleich, doch danach spielt nur noch der Gastgeber, dem alles gelingt. Vor allem Martin Arthold kommt immer besser in Schwung, seine wuchtigen Schläge können die Schweizer Abwehrspieler immer seltener parieren.
Deutschland - Italien 3:0 (11:8, 11:6, 11:7)
Das deutsche Team läßt von Beginn an keinen Zweifel darüber aufkommen, daß es seiner Favoritenrolle im Spiel gegen Italien gerecht werden will. Der erste Durchgang ist geprägt von starken Serviceleistungen auf beiden Seiten, die - bedingt durch den tiefen Boden - bei den Defensivabteilungen beider Nationen für erhebliche Probleme sorgen. Italien wehrt sich nach Kräften und hält bis zum 6:6 bestens mit. Dann können die deutschen Junioren weiter zulegen und bringen sich 2 Punkte in Front. Die Quadra Azzurra verkürzt noch zwei Mal auf einen Punkt Abstand, ehe Deutschland den 1. Satz mit 11:8 ins "Trockene" bringt.
Der 2. Satz ist bis Mitte des Satzes ein Spiegelbild des 1. Satzes, ab 5:4 dann aber doch eine klare Angelegenheit für Deutschland, was sich im klaren 11:6 - Satzergebnis widerspiegelt.
Satz 3: Nach optimalem deutschen Start steht es nach kurzer Zeit 5:2. Italien vermag diesen Rückstand zwar noch einmal auf 6:7 verkürzen, ehe Deutschland wieder mit 3 Punkten in Folge seine Favoritenstellung unterstreicht und letztlich mit 11:7 das Spiel gewinnt.
In Summe eine überzeugende Vorstellung Deutschlands, garniert mit zahlreichen erstklassigen Leistungen von Italiens Junioren.
Österreich - Deutschland 0:3 (10:12, 6:11, 9:11)
Das Faustball Team Austria (FTA) beginnt ambitioniert und geht vor dem Heimpublikum mit 2:0 in Führung. Dann folgt ein sehenswerter Schlagabtausch der beiden Teams mit tollen Aktionen hüben wie drüben. Die heimischen Junioren erkämpfen sich, angeführt von einem glänzend disponiertem Martin Arthold, immer wieder die Führung. Aber Deutschland weiß zu kontern und korrigiert zwei Punkte Rückstand zur 1-Punkt-Führung. Österreich schafft den Ausgleich, aber dann sind wieder die Deutschen am Zug, und bringen den umkämpften 1. Satz mit 12:10 auf ihre Seite.
Der zweite Satz wird eine relativ deutliche Angelegenheit für das Team Germany. Nach 2:0 Führung durch die Gastgeber gelingen den Deutschen 5 Punkte in Serie. Österreich kämpft, hat aber in dieser Phase dem druckvollen Angriffspiel des Gegners zu wenig entgegenzusetzen. Hauptangreifer Arthold zollt dem tiefen, kräfteraubenden Boden mehr und mehr Tribut und kann sein druckvolles Spiel nicht mehr in der nötigen Intensität durchbringen. Trainer Joachim Huthmann wechselt Peter Augl für Arthold ein. Der kann den Satz aber nicht mehr umdrehen und am Ende steht es 11:6 für den Titelverteidiger.
Im dritten Satz kommt der Kremsmünsterer Benedikt Eglseer zu seinem Länderspieldebut. Österrreichs Team gerät schnell in Rückstand, kämpft aber beherzt um jeden Ball. Dominik Hofer platziert immer wieder tolle Angriffsschläge beim Gegner und das FTA erkämpft sich einen 5:5 Ausgleich. Dann kommt noch David Schneider für Gabriel Streitwieser ins Spiel. Aber Deutschland, das ebenfalls 3 neue Spieler bringt, kontert mit immer wieder schönen Angriffen. Das Spiel wogt hin und her, aber Deutschland bringt einen 2-Punkte-Vorsprung ins Ziel und sichert sich mit dem Sieg der Vorrunde den direkten Finaleinzug.
Österreich und die Schweiz ermitteln morgen im Halbfinale den Gegner Deutschlands im Finale.
Schweiz - Italien 3:2 (11:4, 7:11, 7:11, 11:9, 11:8)
Einen offenen Schlagabtausch gibt es im Spiel Schweiz gegen Italien. Der 1. Satz ist zwar eine klare Angelegenheit für die Schweiz. Dann aber schlägt Italien zurück und holt sich die Sätze 2 und 3.
Der 4. Satz ist wieder heiß umkämpft, die Schweiz agiert nervös, kämpft sich aber nach einem 2-Punkte-Rückstand eindrucksvoll zurück und auf einmal steht es 9:6 für die Eidgenossen. Italien kontert und schafft den Ausgleich. Letztlich geht Satz 4 aber mit 11:9 an die Schweiz.
Auch im 5. Satz zeigen die Schweizer Nerven. Mit ins Out geschlagenen Angriffsbällen bringt man sich wieder in Rückstand. Aber auch Italien kann in der Defensive nicht immer überzeugen und kassiert einige halblange Bälle. Gegen Ende findet die Schweiz wieder zu ihrem ruhigen, konsequenten Spiel und erspielt sich letztendlich eine 3:2 Erfolg über Italien.